Geschichte und Verarbeitung von Diamanten

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  • Die Legende

    Diamanten Legende Die Symbolik und Ausstrahlung des Diamanten fasziniert die Menschen aller Kulturen seit über dreitausend Jahren.

    Ob Magie und Mythos oder ganz einfach Seltenheit und Schönheit, immer verbindet sich damit die Einmaligkeit, die den Diamanten zum König der Edelsteine erhebt.

    Früher war es dem Hochadel vorbehalten, Diamanten zu besitzen. Man glaubte an seine magische Kraft, die Macht und Unbesiegbarkeit verlieh. Seine außergewöhnliche Härte bleibt selbst bis heute unerreicht, seine eigentliche Kraft aber erhält er erst als Symbol der Liebe.

    A diamond is forever.

  • Die Geburt

    Geburt der Diamanten Der Diamant ist nicht nur der härteste, sondern auch der älteste Edelstein. Er besteht aus chemisch reinem Kohlenstoff, der unter hoher Hitzeeinwirkung (2000°C) und enormen Druck (70.000 kg/cm²) kristallisierte.

    Der Entstehungsprozess begann vor etwa 3 Milliarden Jahren und fand im Erdinnern in einer Tiefe von 150 bis 200 km statt.

    Das diamanthaltige Gestein gelangte durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche. Zwei verschiedene Arten von Diamant-Lagerstätten sind heute vorzufinden:

    In der Primärmine wird im eigentlichen Vulkanschlot diamanthaltiges Muttergestein abgebaut.
    Die sekundären Lagerstätten liegen in Flüssen und an Meeresufern. Über Jahrtausende hat Erosion die Vulkane abgetragen und die Diamanten über Flusswasser weitertransportiert.

  • Der Abbau

    Abbau von Diamanten Am Anfang aller Entdeckungen stand der Zufall. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts erschließen Minengesellschaften systematisch Diamant-Lagerstätten.

    Primär: Der eigentliche Vulkan wird bis etwa 300m Tiefe im Übertagebau abgetragen. Bis zu einer Gesamttiefe von 1000m wird dann im Untertagebau über Schächte und Stollen das diamanthaltige Muttergestein (Kimberlit) aus der Erde gelöst und an der Erdoberfläche zerkleinert sowie sortiert.

    Sekundär: Die einfachste Methode, die auch von unabhängigen Diamantschürfern, den „Diggern“, angewandt wird, ist das Auswaschen des Flussgerölls. Diamanthaltiges Gestein wurde aus dem eigentlichen Vulkanschlot durch Wasserläufe mitgerissen. Früher wurde per Hand, mit primitiven Pfannen ausgeschlämmt, heute wird mit aufwendigen Maschinen der Rohdiamant aus den Flüssen und Meeresufern herausgewaschen und abgetragen.

  • Die Fundstätten

    In zwanzig Ländern werden Diamanten gefunden.

    Obwohl Geologen weltweit weiterhin bemüht sind, neue Vorkommen zu erschließen, entwickelt sich nur eine von zweihundert Lagerstätten in ein rentables Unternehmen.

    Im Durchschnitt sind es 250 Tonnen Fels, Gestein und Sand die aufbereitet werden müssen, um einen Diamanten von 1 Carat zu finden. 80% aller gefundenen Diamanten erfüllen nicht den hohen Anspruch, zu Schmucksteinen verarbeitet zu werden. Sie landen so in der Industrie, wo sie auf Grund der außergewöhnlichen Härte für technische Einsätze ebenso begehrt sind.

  • Der Rohstein

    Diamanten Rohstein Der ungeschliffene, rohe Diamant sieht oft einem Kieselstein so ähnlich, dass ihn die meisten Menschen auf Anhieb nicht unterscheiden können.

    Die Idealform des Kristalls ist der Oktaeder.

    Die eigentliche Form des Rohdiamanten entscheidet, wie und in welcher Schlifform der Diamant bearbeitet wird.

    Vom Rohstein bis letztlich zum geschliffenen und polierten Diamanten verliert der Stein durchschnittlich 54% seines Gewichts.

  • Die Verarbeitung

    Verarbeitung von Diamanten Erst die Kunst des Schleifens und Polierens bringt den Diamanten in seiner vollen Schönheit zur Geltung.

    In den Schleifzentren von Bombay, Tel Aviv, Antwerpen und New York verwandelt sich der unscheinbare Rohdiamant in den König der Edelsteine.

    Der perfekte Schliff ermöglicht die optimale Ausnutzung des Lichts und gibt ihm damit seine einzigartige Brillanz und sein Feuer.

    Zur Bearbeitung des Diamanten ist – auf Grund seiner einzigartigen Härte – wiederum nur Diamantstaub einsetzbar. Allein für das Durchsägen eines Rohsteins von 1 Carat benötigt man 4 bis 8 Stunden. Der gesamte Verarbeitungsprozess kann Tage und Monate dauern. Der Schliff bestimmt den Weg des Lichts in einem Diamanten Ziel ist es eine möglichst hohe Lichtbrechung zu erreichen.

  • Berühmte Diamanten

    Koh-i-Noor
    Koh-i-Noor
    Ihre geheimnisvolle Herkunft und ihre Legenden sind meist ebenso faszinierend wie ihre ungewöhnliche Schönheit:

    Der Cullinan I 530,2 ct. größter geschliffener Diamant und größter je entdeckter Diamant mit einem Rohgewicht von 3.106 ct.

    Der Regent 140,5 ct. (Rohstein 410 ct), der von einem indischen Sklaven gefunden und nach Europa geschmuggelt wurde.

    Der ovale Koh-i-Noor 108 ct., er wog früher 186 ct und war nach der Legende ein Pfauenauge im Thron des Schahs von Jahan. 1936 wurde der Diamant in die Krone Königin Elisabeths eingesetzt, zuvor hatte man ihn wegen der fehlenden Brillanz auf ca. 105 ct. heruntergeschliffen.

    Der Orlow 199 ct. (Rohstein 300 ct.) er wurde Katharina der II. von Russland von einem Liebhaber zum Geschenk gemacht.

  • Hope

    Hope Der Hope, der berühmteste aller Diamanten und berüchtigt als Unglücksbringer: Seine düstere Geschichte könnte jeden leidenschaftlichen Juwelensammler abschrecken. Er wird für den Tod Ludwigs V., der Dubary, Marie Antoinette, sowie der Familie des Baron Hopes verantwortlich gemacht. Heute ist er in einer sicheren Vitrine des Smithonian Institutes in Washington zu bewundern.

  • Der Solitär

    Solitär Der Diamantring als Liebeserklärung, die sich von allen anderen unterscheidet.

    Der Solitär als Inszenierung des Diamanten, verbunden mit Symbolik und Tradition.

    "So wie sanfte Morgenröte die Herrlichkeit des Sonnenaufgangs verspricht, ist der Diamantring Vorbote der Erfüllung eines ewigen Versprechens." (aus einem viktorianischen Frauen-Magazin)

  • Der Memoire

    Memoire Der besondere Ring für den besonderen Anlass. Der Memoire als Symbol der großen Liebe. Rundum besetzt mit Diamanten zum Zeichen der Unvergänglichkeit.

    "Das wahre Geheimnis der Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare." (Oskar Wilde)

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