Perlarten und Wertkriterien
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Akoya-Zuchtperlen
Akoyas sind die Klassiker unter den Zuchtperlen. Sie wachsen in der Pinctada Martensii, bis zu vier Zuchtperlen pro Auster. Die Wachstumszeit
beträgt, je nach gewünschter Beschichtungsqualität, sechs Monate bis zwei Jahre. Hauptzuchtgebiete sind Mittel- und Südjapan und die Küsten Chinas.
In der Regel gibt es Akoya-Zuchtperlen in den Größen von 2 bis 9 mm. Das Farbspektrum reicht von zartcreme, weißrosé über champagnerfarben bis zu silbergrau-Tönen.
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Südsee Zuchtperlen
Sie sind die kostbarsten unter den Zuchtperlen, wegen ihrer Größe und Dicke der Perlmuttschicht auch die „Königin der Perlen“ genannt. Die
Züchtungszeit beträgt 1,5 bis 3 Jahre. Pro Muschel wächst eine Zuchtperle. Die Zuchtgebiete liegen in den warmen Gewässern der australischen
Nord-West-Küste, in Indonesien, auf den Philippinen und in Südostasien. Die Perlen sind 8 bis 17 mm groß, manche Exemplare erreichen bis zu 22 mm bei
runder Form. Das Farbspektrum reicht von silberweiß, weiß-rosé über champagner bis zu tiefen Goldtönen.
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Tahiti-Zuchtperlen
Tahiti-Zuchtperlen sind dunkle Südsee-Zuchtperlen. Es ist die einzige naturfarbene schwarze Perle. Sie stammt überwiegend von Perlfarmen in
Französisch-Polynesien und von den Cook Islands.Ihre Farben reichen von dunkelgrau bis grüngrau und aubergine. Die häufigste Farbe ist schwarz-anthrazit.
Seit kurzem gibt es ein neues Perlvorkommen auf den Fidji-Inseln. Die hier gefundenen Perlen zeichnen sich durch einen Farbverlauf in sich aus.
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Fiji-Zuchtperlen
Seit kurzem gibt es ein kleines Perlenvorkommen in Nordfiji, welches wir durch eine Studienreise mit unseren Perlenexperten näher kennenlernen durften.Die Auster ist zwar mit der der Tahiti-Perle identisch, die Farben sind jedoch intensiver und teilweise in sich variierend. Das Farbspektrum mit Grün-, Braun- und Beigetönen weitreichender.
Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 9.000 einzelne Perlen geerntet, deren Größen zwischen 7 und 18 mm lagen. Einige dieser begehrten Stücke können Sie bei uns in der Kaiserstraße bewundern...
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Süsswasser-Zuchtperlen
Sie wurden früher fast nur im namensgebenden japanischen Biwasee bei Kyoto gezüchtet. Heute liegen die Hauptherkunftsgebiete in China. Da es an
einem formgebenden Kern fehlt, weisen kernlose Zuchtperlen die verschiedensten Formen auf.Süßwasser-Zuchtperlen haben Größen von 2 bis 10 mm. Über 8 mm werden sie auch mit Kern gezüchtet. Die Wachstumsphase von Süßwasser-Zuchtperlen beträgt 1,5 bis 4 Jahre. Das Farbspektrum reicht in vielfältigen Naturtönen von weiß bis hin zu braunlila.
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Kasumiga-Ura-Zuchtperlen
Kasumiga-Ura-Zuchtperlen sind japanische Süßwasser-Zuchtperlen. Sie werden sowohl im Kasumiga-Ura-See als auch im Biwa-See gezüchtet. Perlen aus
Ernten dieser neuen Muschelart haben bis zu 15 mm Größe.Kasumiga-Ura-Zuchtperlen ähneln der früheren Biwa-Zuchtperle in Größe, Farbe und Lüster. Sie werden mit Kern gezüchtet (runde und flache Kerne) und sind meist orange, violett oder rosé. Produktion dieser Zuchtperlen und Vertrieb sind limitiert, das heißt nur wenige, ausgewählte Importeure dürfen sie anbieten.
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Keshi-Zuchtperlen
Keshi-Perlen sind wie die Süßwasser-Perlen kernlose Zuchtperlen, die jedoch im Meer und nicht in Binnengewässern wachsen. Sie sind
„Zufalls“-Produkte und entstehen, wenn eine Auster den eingepflanzten Kern ausstößt.Der Durchmesser beträgt bei Akoya-Keshi bis 5 mm, bei Südsee-Keshi bis maximal 15 mm.
Das Farbspektrum reicht von silberweiß bis goldfarben und von silbergrau bis schwarz.
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Natürliche Perlen
Sogenannte "Zufallsperlen" sind natürlich gewachsene Perlen ohne Zuchtvorgang, also ohne menschliches Zutun.Sie werden auch häufig als Orientperlen bezeichnet.
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Mabe-Zuchtperlen
Die Mabe-Zuchtperle ist eine Halbperle. Sie entsteht zwischen Mantelgewebe und Austernschale. Dazu werden der Auster halbschalige Plastikformen
eingepflanzt, z.B. in Herzform.Nur 8 bis 12 Monate beträgt die Züchtungszeit, die Perlmuttbeschichtung ist deshalb nicht so stark.
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Bewertungskriterium - Form
Unterschieden werden die Hauptformen: rund/semi-rund, tropfenförmig, button, oval, geringt, barock/semi-barock. Die Form einer Perle hat keinen
Einfluss auf deren Qualität. Dennoch hat die Beliebtheit einer besonderen Form, wie die perfekte Rundung, einen Einfluss auf den Preis. -
Bewertungskriterium - Größe
Bei den Größenangaben wird immer der Durchmesser der Perlen ermittelt, nicht die Länge. Grundsätzlich gilt: je größer, umso wertvoller. -
Bewertungskriterium - Lüster
Lüster ist zum einen der Glanz der Perloberfläche, hervorgerufen durch die Lichtbrechung, zum anderen die Reflektion des Lichts durch die feinen
Schichten der Aragonit-Kristalle. Das Lüster ist das Hauptkriterium zur Bestimmung der Perlqualität. Es ist immer abhängig von der Qualität der
Beschichtung einer Zuchtperle. -
Bewertungskriterium - Reinheit (Oberfläche)
Die Oberflächenbeschaffenheit einer Perle ist das zweitwichtigste Kriterium zur Bestimmung der Perlqualität. Es beeinflusst sehr stark die
Schönheit einer Perle. Kleinere Unebenheiten, Vernarbungen und Vertiefungen der Oberfläche bezeichnet man als Spots. -
Bewertungskriterium - Farbe
Die Farbe hat keinen Einfluss auf die Perlqualität, doch sie beeinflusst ihre wahrgenomme Schönheit je nach persönlichem Geschmack.
Jedoch für den Wert der Perle ist die Farbe mitentscheidend. Es gibt besonders seltene, bzw. ideale Farbtöne (z.B. pfauenfarben bei Tahitiperlen),
durch die die Perle an Wert gewinnt.
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